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Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung 2008

PAPIERESTEUR wurde 2007 gegründet. Das Wort „Papieresteur“ ist eine Wortschöpfung aus dem hauptsächlich behandelten Material, dem Papier, der deutschen Abkürzung für Restaurator „rest“ und der französischen Endung vieler Berufe. Mein Atelier wurde in einer Reportage in der Neuen Osnabrücker Zeitung Ende 2008 vorgestellt.

Kundenverteilung in Deutschland

Kundenverteilung in Deutschland

Inzwischen hat Papieresteur Kunden in ganz Deutschland gewinnen können.

Sif Dagmar Dornheim

Diplomrestauratorin Sif Dagmar Dornheim

„Vor der Ausbildung zur Restauratorin habe ich in England ein College für Buchbinderei besucht, wo ich vor allem in Leder und Pergament und anderen edlen Materialien gearbeitet habe. Zu den dort erlernten Techniken gehörten vor allem auch traditionelle Methoden, wie das Prägen mit Blattgold und viele Arten von Schnittverzierungen, das Buchbeschneiden mit Buchhobel und das Anfertigen von handgestochenen Kapitalen. Alle diese Kenntnisse waren mir während meiner späteren Ausbildung zur Restauratorin sehr nützlich gewesen. Den Beruf des Restaurators machen diese Kenntnisse von traditionellen Methoden aus, die jedoch immer in Verbindung mit physikalisch-chemischem Wissen um die Materialien und vor dem Hintergrund der (Kunst-)Geschichte des Objekts gesehen werden müssen. Gerade diese Mischung aus Wissenschaft und Handwerk macht für mich den Reiz dieses Berufes aus.
Ich möchte mich noch einmal ausdrücklich bei all meinen Lehrern, Professoren und natürlich auch Kollegen bedanken. Ich habe viel von Ihnen gelernt.“

Lebenslauf

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Englisches Diplom

 

Studium am „Guildford College of Technology“ im Bereich „Fine Bookbinding and Conservation“ (Kunsteinbände und Buchkonservierung). Ausgezeichneter Abschluss 1993 mit dem englischen Diplom. Thema der Diplomarbeit: „Songs, Poems and Miscellanea in the Bookbinding Trade“.

Diplom der FH Köln

Praktika in einigen anerkannten Restaurierungswerkstätten in Deutschland (Bielefeld, Köln).

 

Ab 1994 Studium an der Fachhochschule Köln im Fachbereich „Restaurierung von Kunst und Kulturgut“ (Studienrichtung „Restaurierung von Schriftgut, Grafik und Buchmalerei“). Praxissemester 1996 in Werkstätten in Madrid, Oslo und Edinburgh. Abschluss 1999 mit dem Fachhochschuldiplom. Thema der Diplomarbeit: „Die Restaurierung und Malschichtfestigung des Evangeliars von St. Maria Lyskirchen (11.-12. Jh.). Rissschlie&azlig;ung in durch Kupferfraß geschädigten Miniaturen und Konservierung der Prachthandschrift“.

Papier- und Buchrestauratorin in den Zentralen Restaurierungswerkstätten der Stadt Erfurt, dazu gehören die Grafiksammlung des Angermuseums, Karten und Bücher des Stadtmuseums, die Betreuung der wechselnden Ausstellungen in der Galerie am Fischmarkt und verschiedene weitere, interdisziplinäre Aufgaben.

Papier- und Buchrestauratorin in den Zentralen Restaurierungswerkstätten der Museen der Stadt Freiburg i.Br., dazu gehören: die Grafik- und Buchsammlung des Augustinermuseum, die Grafik und die Papierobjekte im Museum für Neue Kunst, das Archivmaterial und die Fotos des Wenzingerhauses (Stadtmuseum) und die Betreuung wechselnder Ausstellungen in den genannten Museen.
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Spanisches Diplom

Promotion an der „Universidad Complutense“ in Madrid. Zwischendiplom der Universität („Diploma de Estudios Avanzados“); Thema der dafür notwendigen Forschungsarbeit: „Pigmentos de plomo“ (Bleipigmente).

Fortführung der Promotion an der Universität in Madrid. 2007 Wechsel an die Universität Osnabrück und Eröffnung des Ateliers f ür Papierrestaurierung Papieresteur. Aus Zeitmangel musste ich die Promotion zunächst aufgeben. 

Entwurf für einen Webshop „Konservierungspartner„. Arbeit an dem Restauratoren-Netzwerk „Conservable„.

Veröffentlichungen

  • Englische Diplomarbeit: Songs, Poems and Miscellanea in the Bookbinding Trade. Guildford College of Technology 1994
  • Songs, Poems and Miscellanea in the Bookbinding Trade. In: Bookbinder, Volume Nine 1995 (Journal of the Society of Bookbinders), Seiten 23-28. Publikationen der „Society of Bookbinders“
  • The Bookbinders’ Half–Hour Tea Strike, 1806. In: Bookbinder, Volume Ten 1996 (Journal of the Society of Bookbinders), Seiten 68ff. Publikationen der „Society of Bookbinders“
  • Diplomarbeit der Fachhochschule Köln: Die Restaurierung und Malschichtfestigung des Evangeliars von St. Maria Lyskirchen (11.-12.Jahrhundert). Rissschließung in durch Kupferfraß geschädigten Miniaturen und Konservierung der Prachthandschrift. Fachhochschule Köln 1999. Hornemann-Institut-Veröffentlichung
  • (Prof. Dr. Robert Fuchs & ich) Eine neue merkwürdige blaue Grünkorrosion. Die abenteuerliche Restaurierung eines Fantoccini-Theaters. In: Preprint vom 9. Internationalen Kongreß der IADA, Kopenhagen , 15-21 August 1999. Seiten 167-171. Artikel im Internet
  • (Professorin Margarita San Andrés Moya & ich) Litargirio y Masicote. Terminología, Propiedades y Usos. Reproducción a Escala de Laboratorio de algunos de sus Procesos de Obtención. In: XV Congreso de Conservación y Restauración de Bienes Culturales, Murcia 21-24 Octubre 2004, Band 1, Seiten 533-545. ISBN 84-606-3984-3. Artikel im Internet
  • Über den Umgang mit Büchern. Miniaturbuch, herausgegeben vom Sammlerkreis Miniaturbuch e.V. Stuttgart 2005. ISSN 1439-1929. Link zum Verlag und Buchbesprechung im Miniaturbuchjournal, März 2009
  • Die Restaurierung des Egbert-Codex. In: Der Egbert-Codex. Das Leben Jesu. Ein Höhepunkt der Buchmalerei vor 1000 Jahren. Handschrift 24 der Stadtbibliothek Trier. Herausgegeben von Gunther Franz. Faksimile Verlag Luzern, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 2005. ISBN 3-85672-099-5. Seiten 219-226
  • Fragile Buchmalereien im Evangeliar von St. Maria Lyskirchen : Schadensbilder, Ursachen, Restaurierung. In: Restauro, 10.7.2001, 206-212, 220.
  • Neuere kleinere Beiträge finden Sie in meinem Blog. Ich würde mich freuen, wenn Sie ab und an hereinschauen!
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